Das Erntedankfest wird im Allgäu auch bei Regen gefeiert

Heute ist ein überaus wichtiger Tag im Jahreslauf, Erntedank. Das Fest wird seit jeher in allen Gegenden Deutschlands gefeiert.
Traditionell bedanken wir uns für all die Fülle, die der Boden, die Pflanzen, die Bäume, das Leben uns schenken. Auch wenn heute in den Industrienationen unsere eigene Verbindung zur Natur leider nicht mehr so eng ist, ist es doch ein guter Zeitpunkt, die Fülle zu sehen und das Leben zu feiern.
Vermutlich entstammt diese Feier zum Abschluss der Erntezeit bereits aus vorchristlicher Zeit, da die mit ihm verbundenen Riten bereits im Römischen Reich, in Irland und in Israel erwähnt wurden. Das in unseren Breiten bekannte Erntedankfest geht vermutlich auf das römische Brauchtum zurück. Seit dem 3. Jahrhundert nach Christi findet es urkundliche Erwähnung. Chr.  Da die Ernte, selbst in Europa bedingt durch unterschiedliche Klimazonen  in jedem Land zu unterschiedlichen Zeiten erfolgt, gibt es aber keinen einheitlichen Termin.
Im Rahmen des Erntedankfestes finden bei uns in Deutschland überall Gottesdienste statt, bei denen Erntekronen und mit Früchten gefüllte Körbe den Altarraum schmücken. Die Erntekronen werden mit geflochtenen Ähren gebunden und mit Feldfrüchten dekoriert. Einige Gemeinden zelebrieren die Feierlichkeit zudem mit Tänzen und Festessen.
In ländlichen Regionen werden bei den Feiern abends oft Strohpuppen auf den Feldern verbrannt oder man trifft sich zu Jahrmärkten und seit neuestem auch verkaufsoffenen Sonntagen. Zahlreiche Gemeinden Deutschlands initiieren außerdem von Mitte September bis Anfang Oktober Festzüge mit Trachtengruppen und Motivwagen, die an historische Erntesituationen erinnern und ein bißchen an einen Karnevalsumzug erinnern. Gerade im Allgäu legt man besonderen Wert auf Tradition. Oft wird das Erntedankfest auch kurz nach dem sogenannten Almabtrieb fröhlich gefeiert.

 

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